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Jena freut sich auf das „neue alte“ Volkshaus

Die Kultur-, Tagungs- und Event-Location startet nach einer General-sanierung im September in eine neue Zukunft. 

Liegt direkt in Jenas Innenstadt: die Kultur, Tagungs- und Event-Location Volkshaus Jena.

Der Umbau war ein langer Weg – und wäre ohne die Mittel der Ernst-Abbe-Stiftung als Besitzer der Immobilie nicht möglich gewesen: Mit dem renovierten und modernisierten Volkshaus startet in der thüringischen Stadt Jena eine äußerst zentral gelegene und hochattraktive Event- und Tagungs-Location in eine neue Zukunft.

Die offizielle Eröffnung erfolgt im September, die ersten Bewährungsproben hat das Volkshaus bereits bestanden: Neben einem Pre-Opening für geladene Gäste gab es Ende Juni ein Event für 600 IT-Experten aus der ganzen Welt.
 

Stresstest mit Zeiss
Eingeladen hatte der in Jena ansässige Spezialhersteller für optische Geräte, Zeiss. Und trotz zum Teil noch laufender Bauarbeiten wurde die Tagung eine runde Sache. „Das Team vor Ort hat tolle Arbeit geleistet. Und das Volkshaus hat gezeigt, wozu es nach dem Umbau fähig ist“, sagte Carsten Müller, stellvertretender Leiter des Volkshaus-Betreibers Jena Kultur, während der Pre-Opening-Veranstaltung.
 

Historisches Gebäude mit moderner Technik
Auf dieser konnten Event-PlanerInnen und ExpertInnen der MICE-Branche eine Tagungs- und Event-Location der Extra-Klasse erleben: Nach dem Umbau präsentiert sich das zum Teil über 100 Jahre alte Gebäude als großartiger Mix aus historischem Ambiente, moderner Technik und multifunktionaler Ausstattung.

Neu gestaltet wurde vor allem das sogenannte Turmgebäude. Es bietet künftig zehn multifunktionale Veranstaltungsräume sowie Catering- und Ausstellungsflächen.
 

Barrierefreier Zugang
Alle Räume sind barrierefrei zu erreichen und mit modernster Technik ausgestattet. So sorgen in der ehemaligen Bibliothek Spezial-Rollos für eine geschickte Verschattung statt Verdunkelung. Der Referent kann das Licht direkt von seinem Rednerpult aus steuern.

Statt einer Klimaanlage wird in zahlreichen Räumen ein Kühl- und Heizsystem genutzt, das von der Decke aus die Wärme reguliert. Dabei gilt die Devise: Wenn es vor dem Gebäude 30 Grad warm ist, wird innen nicht auf 19 Grad gekühlt, sondern eher auf 23 Grad.

Eine grundlegende Renovierung erlebte auch das angrenzende Saalgebäude der „smarten alten Lady Volkshaus“, so Carsten Müller. Der dortige historische Saal ist eine der Hauptspielstätten der Jenaer Philharmonie und hat inklusive Rang Platz für 600 bis 1.000 Menschen. Die Bestuhlung kann flexibel gestaltet werden.
 

Saal ist Spielstätte der Philharmonie
Der traditionelle Mix aus Kongressen, Business-Events und Kultur-Veranstaltungen soll auch künftig erhalten bleiben. „Das Volkshaus soll wieder ein offenes Haus werden. Genau das war auch der Ansatz zu Zeiten Ernst Abbes“, betonte Carsten Müller während seiner Pre-Opening-Rede. Der Physiker und Optiker Abbe war einstmals Chef der Optik-Firma Zeiss und einer der Initiatoren des Volkshauses.

Die einzige Sorge der Volkshaus-Betreiber ist – neben den Unwägbarkeiten durch Corona – aktuell der Personalmangel beim Catering: Bislang fand sich kein Anbieter, der sich als Generalunternehmen in die Pflicht nehmen lassen wollte. Stattdessen gibt es bis auf Weiteres einen Pool an vier Catering-Anbietern. „Damit hoffen wir, alle Anfragen zufriedenstellend abdecken zu können“, sagte Daniel Illing von Jena Kultur während eines Rundgangs. Weitere Infos unter volkshaus-jena.de sowie per E-Mail an convention@jena.de.


07/22/mg