Maritim Hotels erteilt Björn Höcke Hausverbot

Die Hotelkette versucht Grenzen zu ziehen, wo andere wegen ihrer Herkunft, Rasse oder Religion diskriminiert werden, wo der Holocaust geleugnet oder sonst die Gräuel des NS-Regimes in Abrede gestellt oder verharmlost werden. Das Unternehmen sieht bei den Aussagen von Höcke am 17.01.2017 in Dresden Grenzen überschritten und handelt.

Maritim Hotel Koeln web
Foto: Maritim Hotel Köln

Als größter Anbieter von Tagungs- und Kongresskapazitäten in Deutschland finden in den 33 Maritim Hotels deutschlandweit regelmäßig große Veranstaltungen von Lobbyisten, Verbänden und Parteien statt. Selbstverständlich stehen die Maritim Hotels deshalb allen Parteien und Organisationen, die sich im demokratisch legitimierten Spektrum bewegen, als Veranstaltungsort zur Verfügung.

Es gibt jedoch Einschränkungen. Beispielsweise hat Maritim als inhabergeführtes privatwirtschaftliches Unternehmen unter anderem dort Grenzen gezogen, wo andere wegen ihrer Herkunft, Rasse oder Religion diskriminiert wurden, wo der Holocaust geleugnet oder sonst die Gräuel des NS-Regimes in Abrede gestellt oder verharmlost wurden. Bei der AfD als demokratisch legitimierter Partei hat die Maritim Geschäftsführung diese Grenzen bislang nicht als überschritten angesehen. Das gilt jedoch nicht für die Äußerungen von Höcke am 17.01.2017 in Dresden (unter anderem "Denkmal der Schande").

Als weltoffener und internationaler Gastgeber distanziert sich Maritim ausdrücklich von den Äußerungen Björn Höckes, die absolut nicht vereinbar sind mit der deutschen Geschichte und der Auffassung eines internationalen, offenen Miteinanders. Bei Maritim arbeiten Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und wir begrüßen tagtäglich unzählige internationale Gäste in unseren Hotels.

Die Maritim Hotelgesellschaft hat deshalb Herrn Höcke am 10.02.2017 ein Hausverbot für alle Maritim Hotels ausgesprochen. Dies gilt auch für den Bundesparteitag im April im Maritim Hotel Köln. Der Vertrag für diese Veranstaltung ist bereits im Frühjahr 2016 geschlossen worden. "Nach eingehender juristischer Prüfung ist ein Zurücktreten seitens Maritim leider nicht möglich", bedauert Maritim-Geschäftsführer Gerd Prochaska. "Wir haben der AfD bereits angeboten, kostenfrei vom Vertrag zurückzutreten, wovon bedauerlicherweise bisher kein Gebrauch gemacht wurde."

Die Durchführung des Bundesparteitags der AfD im Maritim Hotel Köln steht folglich in keinerlei Zusammenhang mit der gesellschaftspolitischen Einstellung der Maritim Gruppe. Ganz im Gegenteil sind die aktuellen Proteste gegen das Maritim Hotel Köln und die Maritim Hotelgesellschaft Anlass, sich deutlich von der aktuellen politischen Ausrichtung und Gesinnung der AfD zu distanzieren. Deshalb werden die Maritim Hotels gegenwärtig keine weiteren Räumlichkeiten an die AfD vergeben.


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