Strategische Partner: Deutsche Zentrale für Tourismus und German Convention Bureau auf der Mexcon

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Geschäftsreisen sind in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Dem trägt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) mit ihrem Themenjahr 2012 „Geschäftsreisziel Deutschland – Messen und Kongresse“ Rechnung.

Gemeinsam mit dem German Convention Bureau (GCB) bewirbt sie das Segment in wichtigen Geschäftsreisemärkten wie China, USA, Brasilien und UK. Auf der Meeting Experts Conference (Mexcon), die gestern in Berlin zu Ende ging, diskutierten mehr als 700 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Zukunft der Veranstaltungsbranche. Die Mexcon fand unter der Federführung des Europäischen Verbands der Veranstaltungszentren (EVVC) und des GCB statt.

Die Zukunft der Veranstaltungsbranche
Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT und Verwaltungsratsvorsitzende des GCB, empfahl während der Mexcon den derzeitigen Rückenwind der Branche zu nutzen und das Event-Erlebnis neu zu überdenken: „Damit wir unsere Position auch in Zukunft behaupten können, müssen wir jetzt zukünftige Trends erkennen und sowohl Angebot als auch Marketing daraufhin ausrichten.“ Dabei müssten Veranstalter laut Hedorfer neue Prioritäten setzen: neben dem wirtschaftlichen Denken hin zu Meetings als nachhaltige Erlebnisse. Ein weiteres wichtiges Thema sei das hybride Veranstaltungsmanagement. Beim Stichwort „Hybride Events“ geht es darum, wie sich Tagungen und Kongresse durch Web 2.0 und Social Media verändern. „In den nächsten 10 Jahren wird die Branche sich der Herausforderung der Vernetzung mit wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenzträgern stellen müssen“, betont Hedorfer. Dabei berief sie sich auf die von der Leitmesse Imex herausgegebene und vom GCB unterstützte aktuelle Studie „Power of Ten“. Darin wird auch der Einfluss von Technologien und Social Media auf alle Aspekte rund um Tagungen und Kongresse als eine der Herausforderungen der Zukunft definiert.

Geschäftstourismus mit hohem Anteil an touristischem Gesamtumsatz
Internationale Gäste geben in Deutschland jährlich 13,5 Milliarden Euro für Geschäftsreisen mit Übernachtung aus. Zusammen mit den 14,6 Milliarden Euro aus dem Inland hat der Geschäftstourismus damit einen Anteil von 24 Prozent der touristischen Übernachtungsausgaben in Deutschland. Dies ist das Ergebnis einer jüngst vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) finanzierten und gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) veröffentlichten Studie. 2011 haben Geschäftsreisen nach Deutschland stark zugenommen. Aus Europa wurde ein Plus von sieben Prozent verbucht. „Deutschland hat sich zur beliebtesten Geschäftsreisedestination europäischer Reisender entwickelt. Es ist das Messe- und Kongressland Nr. 1 in Europa und liegt weltweit auf Rang zwei“, so Petra Hedorfer während der Mexcon.

Promotable Geschäftsreisen im Fokus 2012
Fast die Hälfte des Geschäftsreisevolumens mit Übernachtungen entfällt auf so genannte promotable Geschäftsreisen, die die Bereiche Messen (21 Prozent) sowie Meetings, Incentives, Kongresse und Events (MICE 26 Prozent) umfassen. „Promotable Geschäftsreisen aus Europa nach Deutschland sind im letzten Jahr um fünf Prozent auf 5,3 Millionen gewachsen und damit ein ganz wesentlicher Wirtschaftsmotor für das Deutschland-Incoming“, sagt Petra Hedorfer.

Wichtige Verbände verdeutlichen ihren Schulterschluss durch Mexcon                                    
Die DZT und das GCB sind seit 1973 Kooperationspartner. Grundlage für die projektbezogene Förderung des GCB durch die DZT ist der Kooperationsvertrag zwischen beiden Partnern. Ein jährlicher Aktions- und Marketingplan für das Ausland stellt die Basis der gemeinsamen Aktivitäten dar. Die Erkenntnisse, die sich aus den Workshops und Podiumsdiskussionen auf der Mexcon ergeben, können für diesen Aktions- und Marketingplan positiv genutzt werden. Der Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist von großer Relevanz für die stetige Weiterentwicklung der Tourismusbranche. Petra Hedorfer begrüßt den Schulterschluss der Veranstaltungsbranche: „Der gemeinsame Hauptstadtkongress der Veranstaltungswirtschaft in Berlin ist für die positive Wahrnehmung dieser Branche ein deutlicher Schritt nach vorne.“ Als nächsten Schritt forderte Hedorfer: „Alle beteiligten Verbände müssen eine Roadmap für die Branche entwickeln und strategische Leitlinien des gemeinsamen Handelns definieren.“


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Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.


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