OsnabrückHalle macht es möglich

Mittwoch, 21.10.2020

Osnabrück. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hatte die EU-Bildungsminister*innen im September für zwei Tage in die OsnabrückHalle eingeladen, um sich mit ihnen u. a. über die Folgen von Covid-19 auf die EU-Bildungssysteme auszutauschen. Möglich wurde die Realisierung der Veranstaltung aufgrund eines strengen Hallen-Hygienekonzeptes.

Osnabrück Halle - Unterhaltsamer Hinweis auf Hygieneregeln - © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Aufgrund der tagesaktuellen Entwicklung in der Pandemie konnte die endgültige Entscheidung über das Stattfinden der Tagung erst kurz vor Aufbaubeginn getroffen werden. „Trotz aller Unklarheit, ob und in welcher Form die Veranstaltung stattfinden kann, haben das Ministerium, die POOLgroup und die OsnabrückHalle parallel an unterschiedlichen Konzepten weiter geplant, um die Veranstaltung bei einem endgültigen „Go“ umsetzen zu können“, so Martin Stein, Leitung Event-Service der OsnabrückHalle. Die OsnabrückHalle hatte in den letzten Monaten bereits über 100 Veranstaltungen unter den jeweils aktuellen Corona-Bedingungen durchgeführt und sich ein dementsprechendes Know-how angeeignet.

Einen Rahmenhygieneplan für Veranstaltungen in der OsnabrückHalle, in dem umfangreiche Maßnahmen zur Infektionsvermeidung festgelegt sind, hat das Veranstaltungszentrum bereits seit April im Einsatz. Nachdem der Startschuss für die Durchführung final gefallen war, liefen die Arbeiten auf Hochtouren. Im Vordergrund stand bei allen Arbeitsschritten die Einhaltung des individuellen Hygienekonzepts. Unter den Tagungsgästen wurden auch Teilnehmende aus Risikogebieten erwartet, so dass – nicht nur aus diesen Gründen – ein speziell auf die Veranstaltung zugeschnittenes stimmiges Gesamtkonzept alle Aspekte im Blick haben musste. Dieses wurde im Vorfeld der Veranstaltung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung von derOsnabrückHalle, der POOLgroup und dem DLR Projektträger erarbeitet und an das Helmholz-Zentrum für Infektionsforschung geleitet. 

Hygienekonzept als Basis für Business in Corona-Zeiten
Die Umsetzung von der Theorie in die Praxis wurde von Expert*innen vor Ort überprüft. Unterstützung gab es vom Hygienemanager der Niels-Stensen-Kliniken, Bernd Gruber und dem Leiter des Gesundheitsamtes Stadt und Landkreis Osnabrück, Dr. Gerhard Bojara. Bernd Gruber zeigte sich beeindruckt: „Die OsnabrückHalle ist gut vorbereitet, um eine hoch-karätige Veranstaltung wie diese unter Corona-Bedingungen mit der höchstmöglichen hygienischen Sicherheit durchzuführen.“ So wurde auf Buffets verzichtet und im Roll-Service an den Tischen serviert. Die Speisen waren portioniert und mit Acryl-Clochen abgedeckt. Der Gastronomie-Service der OsnabrückHalle hatte dies in Kooperation mit dem Catering-Service Food Et Event konzeptioniert.

Die Gebäudebereiche waren ausschließlich bestimmten Gruppen zugeteilt, um für eine Kontaktflächenminimierung zu sorgen. Eine umfangreiche Hinweisbeschilderung leitete durch die Räumlichkeiten, die Reinigungszyklen wurden erhöht und eine Maskenpflicht in der Halle sowie die gängigen Abstandsregeln bestanden selbstverständlich auch. Wer diese vergaß, wurde von einem Osnabrücker Pantomimen außerhalb der Tonspur wortlos und lächelnd auf den Mindestabstand hingewiesen. „Ich bin mir sicher, dass ein passendes Hygienekonzept und ein gut aufgestelltes Team dafür sorgen können, dass Tagungen und Kongresse unter Corona-Bedingungen verantwortungsbewusst durchgeführt werden können und damit persönliche Begegnungen in Veranstaltungsstätten auch in diesen Zeiten möglich sind“, resümiert Jan Jansen, Geschäftsführer der OsnabrückHalle, und gibt damit einen Impuls in die Veranstaltungsbranche.