Die Ausstellung führt den BesucherInnen die Vielfältigkeit in der Verwendung von keramischen Schmuckelementen in der Architektur vor Augen. Die Ausstellung richtet sich an Familien, den interes-sierten Laien als auch an ein architekturbegeistertes Publikum.
Seit Jahrtausenden regte gebrannter Ton in den verschiedensten Formen BauherrInnen und AchitektInnen an, ihn auf unterschiedlichste Art und Weise zu verwenden. Je nach Epoche mal mehr oder mal weniger. Die Ausstellung vermittelt den BesucherInnen, dass der Werkstoff Keramik schon immer genutzt wurde, noch heute genutzt wird und in ihm sogar ein großes Potential für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Architektur steckt.
80 Exponate aus in- und ausländischen Museen und Sammlungen, vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit, von kleinen bemalten Fliesen über plasti-sche Baukeramik bis hin zu ganzen Fassadenteilen präsentieren die Dimensionen, die Farbigkeit, die künstlerische Qualität sowie die Materialität und Wirkung von Architekturkeramik.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist die eigens dafür erstellte, digitale Rekonstruktion der Porte Monumenta-le, des ehemaligen Eingangstores zur Pariser Weltausstellung im Jahr 1900. Mit Hilfe einer VR-Brille ist es möglich, dieses prominente und monumenta-le Bauwerk zu erleben und die verwendeten keramischen Arbeiten bedeutender französischer Künstler so zu sehen, wie sie damals angebracht waren und sie die BesucherInnen der Weltausstellung sahen. Nach dem Besuch werden alle wissen: Keramik in der Architektur war und ist ein wichtiger Teil unserer Lebensumwelt und wird sie auch zukünftig mitgestalten!
Zum ersten Mal in einer Sonderausstellung im Porzellanikon sind Mitmachstationen für Kinder, Familien und erwachsene Spielkinder direkt in die Ausstellung integriert. Und was würde sich bei diesem Thema mehr anbieten, als Bausteine in allen Größen, Formen und Farben? Vom Schaumstoffziegel in Originalgröße über die altehrwürdigen Ankersteine bis hin zu Legosteinen bietet die Sonderausstellung eine Spielwiese für alle kleinen und großen Baumeister!
Eine triste Fassade mit bunten Fliesen verschönern, ein eigenes Lego-Haus in einer Miniaturlandschaft aufbauen, oder selbst Fliesen gestalten: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Wer schon immer mal sein eigenes Werk in einem Museum ausstellen wollte, ist hier gerade richtig. Denn die entstandenen Fliesenbilder und Häuser bilden einen Teil der Son-derausstellung und sorgen dafür, dass sie sich ständig verändert und bunter wird.
Begleitend zur Ausstellung ist eine reich bebilderte und ausführliche Publikation erschienen: „MORE THAN BRICKS! Tradition und Zukunft der Archi-tekturkeramik“. Die 336-seitige Begleitpublikation versammelt Beiträge von acht Autoren. Jeder beleuchtet einen Aspekt in der langen, facettenreichen Geschichte der Verwendung von keramischen Bauteilen und Zierelementen in der Architektur vom Mittelalter bis in die heutige Zeit.


